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Tagungskonzept

Helden haben in der Öffentlichkeit unserer Gesellschaft gegenwärtig Konjunktur, nicht nur in Blockbusterkino, Theaterspielplänen und Werbeslogans, sondern auch in gesellschaftlicher Diskussion und wissenschaftlicher Forschung. Letztere sind dabei paradoxerweise angeregt worden durch die These Herfried Münklers vom ›postheroischen‹ Zustand, in dem die Gesellschaften Europas, besonders die deutsche, sich seit dem Zweiten Weltkrieg befänden (Münkler 2007, mit größerer Reichweite wieder in Münkler 2015, S. 169–187, zu Aktualität und Breitenwirkung vgl. etwa Türcke 2017). Münklers These basiert auf einem Begriff von Heroismus, für den die Bereitschaft zur kriegerischen Selbstopferung des Einzelnen für einen ›höheren‹, weil gemeinschaftlichen Wert, namentlich für ein hypostasiertes Kollektiv (Gesellschaft, Nation, Volk usw.) wesentlich ist: »In jedem Fall […] ist, wenn das Verhalten eines Menschen als heroisch gekennzeichnet wird, der Gedanke des Opfers zentral: Zum Helden kann nur werden, wer bereit ist, Opfer zu bringen, eingeschlossen das größte: das des eigenen Lebens« (Münkler 2015, S. 169). Damit schreibt er einen Heroismusbegriff fort, der im Zuge der abendländischen Nationalstaatsbildung seit dem späten 18. Jahrhundert neu geprägt (vgl. etwa Frevert 2009), im Umkreis der Weltkriege aufs Äußerste strapaziert und dadurch nachhaltig diskreditiert worden ist. Dass dieser Heroismusbegriff also entgegen der Allgemeinheitsbehauptung historisch sehr spezifisch und eingeschränkt ist, spiegelt sich auch in zwei anderen blinden Flecken von Münklers Thesenbildung: Indem er seinen Begriff von Heroismus nominell nicht aus Reflexen politischer Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts ableitet, sondern an literarische Texte von mehr oder minder ›heroischem‹ Gehalt anbindet (von der ›Ilias‹ über die ›Odyssee‹ und das ›Nibelungenlied‹ bis zum ›Wallenstein‹), ebnet er nicht nur die eklatanten Unterschiede in den Heldenkonzepten jener Texte, sondern auch die Differenz zwischen literarisch-poetischer und politisch-ideologischer Heldenvorstellung ein. Dadurch bleibt Münklers These gleichermaßen blind dafür, dass die Zurückdrängung des Bellizismus aus den europäischen Nachkriegsgesellschaften keineswegs auf der Verabschiedung eines angeblichen Heldenbegriffs aus ›Ilias‹ oder ›Nibelungenlied‹ beruhte, wie dafür, dass Begriffe von ›Heroismus‹ und ›Heldentum‹ nach wie vor ein unübersehbarer Teil des gesellschaftlichen Imaginären auch unserer Zeit sind.


So macht das Schlagwort von den ›postheroischen‹ Gesellschaften Europas aufmerksam auf die tatsächliche »Persistenz des Heroischen« in der Vorstellungswelt dieser Gesellschaften (von den Hoff u. a. 2013, S. 7) und fordert insbesondere die Literaturwissenschaften dazu heraus, die Relevanz von literarisch geprägten Vorstellungen von ›Heldentum‹ gerade auch im Rahmen der gegenwärtigen Konjunktur des Heldenbegriffs zu bestimmen und zur Geltung zu bringen (Petersen 2020). Weil diese Konjunktur sich sowohl in politischen und gesellschaftlichen Kontexten als auch in den verbreiteten Formen der medialen Kultur beobachten lässt, macht sie eine Relationierung des Verhältnisses dieser Vorstellungen nötig, auch und besonders in Hinblick auf ihre jeweiligen Interferenzen.
Die Möglichkeiten dazu werden jedoch dadurch behindert, dass auch der wissenschaftsinterne Diskurs über ›Heldentum‹ von historischen Limitierungen der Begriffsbildung gekennzeichnet ist: Was in kulturhistorischer Analyse als ›Held‹ gilt, wird nicht nur nach Maßgabe eines fach- und interessenspezifischen Textcorpus bestimmt, sondern auch in mangelnder Rücksicht auf anderweitige Traditionen und Prägungen in der europäischen Kulturgeschichte (Thomä 2019). Insbesondere in den mit Neuzeit und Gegenwart befassten Wissenschaften ist die Tendenz etabliert, Heldentum unabhängig von jenen älteren Traditionen zu konzeptionalisieren, in denen der Begriff ›Held‹ kulturgeschichtlich initial und anhaltend wirkmächtig geprägt worden ist: der Heldenepik in Antike und Mittelalter (vgl. einflussreich Schlaffer 1973). Symptomatisch für diese Limitierung ist etwa, dass in dem seit 2012 bestehenden Freiburger SFB 948 ›Helden – Heroisierungen – Heroismen‹ kein Teilprojekt der eigentlichen Heldenepik gewidmet war und ist (https://www.sfb948.uni-freiburg.de/de/teilprojekte/ [28.2.2021]), so dass die dort programmatisch intendierte Historisierung des Heldenbegriffs von vornherein zu kurz greift und Gefahr läuft, »Persistenz« wie »Transformationen« des Heroischen in der europäischen Kulturgeschichte (von den Hoff u. a. 2013, S. 7) an seiner wichtigsten Prägung vorbei zu erklären; eine Begriffsbestimmung von ›Heroismus‹ »nur in Relationen zu und Abgrenzungen von anderen Formen des Exzeptionellen wie dem Übermenschlich-Herausragenden« (ebd., S. 8) steht in Opposition zum heldenepischen Konzept eines Helden und klammert dieses dezidiert aus. Einem Versuch, die Relevanz literarischer Heldenbilder für die Vorstellungen von Heldentum im imaginären Haushalt heutiger Gesellschaften zu bestimmen, droht historische Haltlosigkeit, wenn er nicht auch auf die Heldenepik rekurriert (Bröckling 2020). Denn diese hat ihre Figuren mit jenem Imaginationsfundus und mit jenem »Prestige« ausgestattet (Reinhardt 1962, S. 112), auf denen Begriffe und Vorstellungen von Heldentum bis heute beruhen: vom Heldentum eines Achilleus oder Siegfried ebenso wie dem eines ›Western-‹, ›Krimi-‹ oder ›Superhelden‹, eines ›Kriegs-‹, ›Katastrophen-‹ oder ›Alltagshelden‹, der ›Helden von Leipzig‹ oder derer ›von Bern‹. Solche Heldenfiguren der Gegenwart werfen die bislang offene Frage auf, worin die Anschlussfähigkeit jenes in der Heldenepik geprägten Heldenkonzepts in einer technisch, kulturell und gesellschaftlich sich verändernden Welt besteht. Und von einer Beantwortung dieser Frage aus wäre dann das Augenmerk auf spezifische Verbindungen von Heldenbildern und Heldennarrationen zu richten, um deren jeweilige imagologische Besonderheiten und Differenzierungen zu erfassen.


Diese Desiderate der Forschung in den Fokus zu rücken bestimmt Ziel und Profil unserer Tagung. Sie unternimmt es, die Persistenz des Heroischen in der europäischen Kulturgeschichte bis heute auf einen Begriff von ›Heldentum‹ zurückzuführen und von ihm her zu beschreiben, der literarhistorische Vorprägungen, strukturelle Analogien oder imaginative Korrelate in der Heldenepik besitzt. Ziel soll es sein, Faszinationspotentiale eines von der Heldenepik hergeleiteten Verständnisses des ›Heroischen‹ zu erarbeiten, die sich in dessen kulturgeschichtlichen Echos, in seinen Verwandlungen, Bearbeitungen, Brechungen und auch Zurückweisungen bis heute gespiegelt finden und somit das anhaltende Interesse am ›Heroischen‹ zu erklären vermögen. Im Unterschied zu rezeptionsgeschichtlichen Untersuchungen sollen dabei weniger das Fortwirken und die Adaptationen heldenepischer Geschichten, Figuren oder Motive betrachtet werden als vielmehr die Vorstellungen und Aspekte von ›Heldentum‹, die sich in der Heldenepik ebenso artikulieren wie in anderen Genres (Ritter-, Abenteuer-, Schauerroman, Fantasy, Western, Krimi usw.) und in genreübergreifenden Handlungs-, Situations- und Diskursfeldern (Kampf und verwandte Formen von Agonalität, Bewältigung des Unbewältigbaren, Exzeptionalität des Einzelmenschen, Verhältnis des Individuums zur Gesellschaft, Transgression des Humanen durch Kapazitätssteigerung, Auratisierung oder Verwandlung usw.).


Die Spezifik eines aus der Heldenepik hergeleiteten Heldenbegriffs verankern wir dabei in dem Konzept, das diesbezüglich gegenwärtig wohl das profilierteste ist und auch gegenüber vorgängigen Konzepten (v. a. Bowra 1952) das tragfähigste zu sein scheint: im Konzept der heroischen Exorbitanz, das der Nordist Klaus von See an den Figuren der europäischen Heldensagen und -epen erarbeitet (von See 1971, bes. S. 61–95) und in Auseinandersetzung mit Kritikern weiter präzisiert hat (von See 1978/81, 1993 u. 2003). Nach von See finde in den europäischen Heldensagen, die er in den überlieferten Texten von der ›Ilias‹ bis zum ›Cid‹ aufgehoben sieht, das dominante Interesse »der Mensch, der bedenkenlos, ungehemmt seinen Impulsen folgt, der ohne Rücksicht auf sich und andere handelt, der das Außergewöhnliche, das Exorbitante tut, nicht unbedingt das Notwendige, das Pflichtgemäße, das ethisch Vorbildliche« (1971, S. 69). Für tragfähig erachten wir eine solche Definition des Heldentyps der Heldensagen, weil sie erstens die eklatante Widersetzlichkeit dieses Typs gegenüber Normen menschlicher Sozialität in Einklang bringt mit der Tatsache seiner kollektiv rühmenden Erinnerung und zweitens dies plausibel macht als Spezifikationskriterium gegenüber Heldentypen anderer Traditionen, deren Ruhm oder Anerkennung aus einer sozialen Normerfüllung folgt, z. B. als eines Vorkämpfers für gesellschaftliche Ordnungen oder moralische Werte, als Instruments eines göttlichen Willens oder geschichtlichen Telos, als maßstabsetzenden Ur- oder Vorbildes usw. Und wir ergänzen, dass insbesondere in heldenepischer Dichtung die soziale Normwidrigkeit des exorbitanten Helden mit einem zweiten zentralen semantischen Komplex konvergiert, nämlich mit der Überschreitung des menschlichen Normalmaßes im Kampf (Leistung, Körperformat, Waffen, Gegner u. a.), so dass diese Konvergenz die Plausibilität des Exorbitanz-Konzepts weiter stützt: Der heldenepische Heldentyp ist exorbitant, indem er die Normen von Kriegertum wie Gesellschaftlichkeit gleichermaßen transgrediert; Asozialität ist Komplement zu und Ausdrucksform von kriegerischer Exzeptionalität. Jene anderen, normgerechten Heldentypen, die auf spezifischen republikanischen oder christlichen Vorstellungen basieren, stellen nur einen Ausschnitt aus dem breiten kulturhistorischen Spektrum des ›Heroischen‹ dar. Ihnen gegenüber stehen Konzeptionen des exorbitanten Heros, die den Konflikt des Protagonisten mit seiner Umwelt akzentuieren.


Von Sees Exorbitanz-Konzept ist besonders in der germanistischen Mediävistik auf verwandte Überlegungen gestoßen und produktiv aufgenommen worden (Fuchs 1997, Müller 2001, Lienert 2015, S. 182–184, bis in literaturdidaktische Aufbereitung hinein: Küenzlen u. a. 2014, S. 50f., anschließbar z. B. Patzer 1993, Müller 1998, Friedrich 1999, Miller 2000, Studt 2016) und wird auch aktuell anhaltend diskutiert (Weitbrecht 2012, Lienert 2018). Dies aufgreifend, soll unsere Tagung das Konzept der heroischen Exorbitanz in jener interdisziplinären Perspektive, in der es gewonnen worden ist, als Instrument zur Beschreibung der Spezifik des heldenepischen Heldenbegriffs kritisch weiterdenken und auf seine Belastbarkeit und Reichweite bei der Identifizierung, Analyse und Erklärung der kulturgeschichtlichen Persistenz des Heroischen bis heute befragen. Dabei wird stets auch das Verhältnis des ›Heroischen‹ zum ideologischen Rahmen der jeweiligen Gesellschaft zu berücksichtigen sein, und insbesondere werden die Gründe dafür zu eruieren sein, dass Exorbitanz für den Diskurs des Heroischen in der Gegenwartskultur unter veränderten politischen, sozialen und medialen Gegebenheiten wieder von eminenter Relevanz zu sein scheint.
Die zeitliche Weite des Gegenstandsbereichs der Tagung gliedern wir in fünf historische Felder, die, unter je eigenen kulturgeschichtlichen Parametern stehend, die Auswahl der zu besprechenden Texte und Themen angeleitet haben:

  1. Antike Heldenepik: die ›Ilias‹ als Erzählung eines Heldentyps, der durchlässig ist zum Bereich des Göttlichen; dazu als ein in dieser Hinsicht archaischerer ›Vorläufer‹ das ›Gilgamesch‹-Epos sowie als bedeutendste Auseinandersetzung mit dem iliadischen Heldenkonzept Vergils ›Aeneis‹
  2. Auseinandersetzungen mit heroischer Überlieferung im deutschen Mittelalter: Neuformungen ›germanischer‹ Heldenepik (›Nibelungenlied‹/Dietrichepik); Transpositionen antiker Heldengeschichten in die Handlungs- und Wertordnungen der höfisch-adeligen Kultur (Antikenroman); christliche Perspektivierungen heroischer Figuren und Geschichten (David und Goliath, Judith und Holofernes)
  3. Variationen heldenepischen Erzählens im europäischen Mittelalter: heroische Exorbitanz im Erzählrahmen des Befreierschemas im ›Beowulf‹; heldenepisch stilisierte Vergangenheitskunde in Lieder-›Edda‹ oder Sagaliteratur; Heldentum im Kontext kollektiver Identitätsstiftung in Chansons de geste oder ›Mio Cid‹
  4. Heldenkonzepte in der Literatur der Neuzeit und Moderne: Heroisierung von Antagonisten sozialer Normativität (Teufel, Verbrecher usw.) – heroische Kodierung monströser oder naturtransgressiver Figuren (Frankenstein, Dracula, Automaten usw.) – Heroisierungen historischer Leit- oder Konfliktgestalten (Napoleon, Caesar usw.) – Heroismus als Ausdrucksform intellektueller oder künstlerischer Exzeptionalität (Nietzsche, Jünger usw.)
  5. Transmediale Erscheinungsformen von Heldennarrativen in der Gegenwartskultur: Superhelden in Comic und Spielfilm – Heldenfiguren in literarischer und filmischer Fantasy – interaktive Heldenkonzepte im Computerspiel

Die Fragestellungen, die die Tagungsvorträge an das Konzept heroischer Exorbitanz stellen, sollen die kulturgeschichtlichen Trennlinien dieser Felder in systematischer Hinsicht überschreiten und es so ermöglichen, die Felder, Textgruppen und Einzeltexte miteinander in Beziehungen zu setzen. Orientierungen und Anregungen für derartige Fragestellungen geben die folgenden Stichwortreihen:

  • Erscheinungsformen und Situationstypen kriegerischer Exorbitanz in der Heldenepik – Konsistenz und Homogenität der Exorbitanzmotivik im narrativen Zusammenhang – Verhältnisse von Exorbitanz zu verwandten Formen der Kodierung von Exzeptionalität (z. B. adeliger Exklusivität oder Göttlichkeit) – Widersprüche zwischen Exorbitanz und sozialer Einbettung des Helden – Relationen von heroischer Exorbitanz zu den Rezeptionsgemeinschaften von Heldenepik (Verehrung, Identitätsversicherung, Normendiskussion usw.) – Exorbitanz und Geschichtlichkeit der heldenepischen Erzählwelten
  • Arten der Bearbeitung kriegerischer Exorbitanz in Auseinandersetzung mit heldenepischen Traditionen – Formen der Sozialisierung und Disziplinierung des Helden mittels Religion, Ethik, Liebe, Politik, Geschichtsideologemen usw. – Perspektivierungen des Heldenbegriffs durch Ausdifferenzierungen (z. B. ›Stärke vs. Klugheit‹) oder Gendering – Reflexe kulturgeschichtlicher Distanzierungen von heldenepischer Exorbitanz (Historisierung, Ironisierung, Komisierung usw.) – Veränderungen der Rezeption von Heldenerzählungen (z. B. von rühmender Memoria zu didaktischer Instrumentalisierung)
  • Diskursive Transformationen heroischer Exorbitanz in der bürgerlichen Gesellschaft – Heldentum und die Diskurse von Naturwissenschaft und Technik – Eigenräume und Eigenzeiten des Heroischen – Formen der Archaisierung und der Kryptoarchaik der erzählten Welt – Heroische Stilisierung als Negation bürgerlicher Normalität – Heldentum als Gesellschaftsalternative (Eskapismus, Erlösungsdispositiv usw.)

Markus May u. Christoph Petersen


Literatur

Bowra, Cecil M., Heroic Poetry, London 1952 [dt. Stuttgart 1964].
Bröckling, Ulrich, Postheroische Helden. Ein Zeitbild, Berlin 2020.
Frevert, Ute, Vom heroischen Menschen zum ›Helden des Alltags‹, in: Merkur 63 (2009), S. 803–
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Friedrich, Udo, Die Zähmung des Heros. Der Diskurs der Gewalt und Gewaltreglementierung
im 12. Jahrhundert, in: Mittelalter. Neue Wege durch einen alten Kontinent, hg. v. Jan-Dirk
Müller u. Horst Wenzel, Stuttgart u. Leipzig 1999, S. 149–179.
Fuchs, Stephan, Hybride Helden: Gwigalois und Willehalm. Beiträge zum Heldenbild und zur
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Germanistik 31).
von den Hoff, Ralf, Ronald G. Asch, Achim Aurnhammer, Ulrich Bröckling, Barbara Korte, Jörn
Leonhard u. Birgit Studt
, Helden – Heroisierungen – Heroismen. Transformationen und Konjunkturen
von der Antike bis zur Moderne. Konzeptionelle Ausgangspunkte des Sonderforschungsbereichs
948, in: helden.heroes.héros [online] 1 (2013), S. 7–14.
Küenzlen, Franziska, Anna Mühlherr u. Heike Sahm, Themenorientierte Literaturdidaktik: Helden
im Mittelalter, Göttingen 2014 (UTB 4163).
Lienert, Elisabeth, Exorbitante Helden? Figurendarstellung im mittelhochdeutschen Heldenepos,
in: Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung [online] 1 (2018), S. 38–63.
Lienert, Elisabeth, Mittelhochdeutsche Heldenepik. Eine Einführung, Berlin 2015 (Grundlagen
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Miller, Dean A., The Epic Hero, Baltimore u. London 2000.
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Müller, Jan-Dirk, Spielregeln für den Untergang. Die Welt des Nibelungenliedes, Tübingen 1998.
Münkler, Herfried, Heroische und postheroische Gesellschaften, in: Merkur 61 (2007), S. 742–
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Münkler, Herfried, Kriegssplitter. Die Evolution der Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert, Berlin 2015.
Patzer, Harald, Homerische und germanisch-romanische Heldendichtung, in: Antike Texte in Forschung und Lehre. Fs. f. Willibald Heilmann zum 65. Geburtstag, hg. v. Christoff Neumeister, Frankfurt/M. 1993 (Schule und Forschung), S. 7–27.
Petersen, Christoph, Postheroische Perspektiven oder Die Signifikanz des Verkennens im ›Hildebrandslied‹, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 94 (2020), S. 417–443.
Reinhardt, Karl, Die Krise des Helden [Vortrag 1953], in: ders., Die Krise des Helden. Beiträge zur Literatur und Geistesgeschichte, München 1962, S. 107–114.
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von See, Klaus, Die Exorbitanz des Helden – die Texte und die Theorien, in: ders., Texte und Thesen. Streitfragen der deutschen und skandinavischen Geschichte. Mit einem Vorwort v. Julia Zernack, Heidelberg 2003 (Frankfurter Beiträge zur Germanistik 38), S. 153–164.
von See, Klaus, Germanische Heldensage. Stoffe, Probleme, Methoden. Eine Einführung, Frankfurt/M. 1971.
von See, Klaus, Held und Kollektiv, in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 122 (1993), S. 1–35.
von See, Klaus, Was ist Heldendichtung?, in: ders., Edda, Saga, Skaldendichtung. Aufsätze zur skandinavischen Literatur des Mittelalters, Heidelberg 1981 (Skandinavistische Arbeiten 6), S. 154–193 [zuerst 1978].
Studt, Birgit, Die Ambiguität des Helden im adeligen Tugend- und Wertediskurs, in: Ambiguität im Mittelalter. Formen zeitgenössischer Reflexion und interdisziplinärer Rezeption, hg. v. Oliver Auge u. Christiane Witthöft […], Berlin u. Boston 2016 (Trends in Medieval Philology 30), S. 305–316.
Thomä, Dieter, Warum Demokratien Helden brauchen. Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus, Berlin 2019.
Türcke, Christoph, Die Wunde der postheroischen Gesellschaft, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 205, 6.9.2017, S. 13.
Weitbrecht, Julia, Genealogie und Exorbitanz. Zeugung und (narrative) Erzeugung von Helden in heldenepischen Texten, in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 141 (2012), S. 281–309.