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HEROEN – HELDEN

POETISCHE VERHANDLUNGEN HEROISCHER EXORBITANZ VON DER ANTIKE BIS ZUR GEGENWART

MÜNCHEN, 5. BIS 7. MAI 2021

Die Tagung will eine aktuelle Diskussion über die gesellschaftliche Relevanz von Heldentum an einen literaturwissenschaftlichen Diskurs zurückbinden und auf diese Weise sachlich und methodisch neu justieren helfen.

‚Helden‘ sind gegenwärtig nicht nur in unserer Kultur- und Medienlandschaft omnipräsent, sondern stehen auch in ihrer gesellschaftlichen Relevanz aktuell wieder in der Diskussion. Dabei werden auch in den mit wissenschaftlicher Autorität versehenen Beiträgen meist Vorstellungen und Begriffe von dem, was ein Held oder eine Heldin sei, verwendet, die den jeweils eigenen Argumentationszwecken angepasst, somit tendenziell beliebig und deshalb in einer gesellschaftspolitischen Diskussion funktional eingeschränkt oder irreführend sind.

Voraussetzung für diese Beliebigkeit ist eine Entkoppelung des Begriffs ‚Held‘ von seiner kulturgeschichtlich anfänglichen und bis heute wirkungsreichsten Prägung in der europäischen Heldenepik. Diese Entkoppelung korrigierend, will die Tagung diskutieren, welche Aspekte eines heldenepischen Typs von ‚Held‘ in den neuzeitlichen Begriffsverwendungen wiederkehren und im Vorstellungshaushalt unserer Kultur weiterhin wirksam sind.

Dazu greift sie das Konzept heroischer Exorbitanz auf, mit dem in der mediävistischen Forschung ein wesentliches Spezifikum europäischer Heldensagen und -epen gefasst wird: die Überschreitung gesellschaftlicher Normen in der heroischen Tat. Indem sie nach dem poetischen Umgang mit heroischer Exorbitanz von der Antike bis heute fragt, will die Tagung dazu beitragen, der Diskussion um ‚Helden‘ unserer Tage eine kulturgeschichtlich angemessene Fundierung zu erarbeiten.


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